Soziokulturelle und psychosoziale Unterstützung für die vom Erdbeben betroffene Bevölkerung

  • Gefördert durch Caritas International

In Haiti hat Ipso ein soziokulturelles und psychosoziales Projekt umgesetzt. Es zielte darauf ab, nachhaltige soziokulturelle und psychosoziale Fähigkeiten aufzubauen und somit der haitianischen Bevölkerung zu ermöglichen, die Folgen des Erdbebens besser zu bewältigen. In Leogane und Jacmel wurden zwei Community-basierte Zentren eingerichtet und soziokulturelle Aktivitäten wie Musik, Tanz, Theater und Malerei angeboten. Zusätzlich wurde ein Dialog zwischen den Generationen initiiert und psychosoziale Dienste durch Selbsthilfegruppen und individuelle psychosoziale Beratung zur Verfügung gestellt. Schlüsselelemente dieser Aktivitäten waren die Förderung der sozialen Verantwortung, der Eingliederung und des Einfühlungsvermögens. Die sozio-kulturellen Aktivitäten ermutigten die Teilnehmer, ihre sozialen und kulturellen Identitäten sowie Integration in die Gemeinschaft und Kommunikation wieder aufzubauen. Beide Zentren stellten leicht zugängliche Räumlichkeiten zur Verfügung, die es Teilnehmern aller Altersgruppen und sozialen Hintergründen erlaubten, sich zu treffen.

Leogane

Leogane

Unterstützung und Dienstleistungen psychosozialer Beratung wurden von haitianischen Psychologen in Kliniken und Zentren angeboten. Diese Psychologen wurden nach Ipsos Beratungsansatz geschult, der an die Kultur und die besondere Situation in Haiti angepasst worden war, um Haitianer mit psychischen Problemen zu helfen, damit sie besser die Schwierigkeiten in ihrem Leben bewältigen können.

Obwohl viel getan wurde, um das haitianische Gesundheitssystem zu verbessern, enthält die primäre Gesundheitsversorgung noch keine psychosoziale oder die psychische Gesundheit betreffende Komponente. Es gibt viel zu wenige Einrichtungen, die Hilfe für traumatisierte Personen anbieten.

Als klar wurde, dass Caritas das Projekt wegen Mangels an Finanzierung beenden musste, organisierte Ipso einen Workshop, um das haitianische Ipso-Personal in die Lage zu versetzen, die Arbeit ohne die Caritas-Fonds fortzusetzen und kleine lokale Strukturen zu entwickeln, die die Arbeit weiterführen.

Einer unserer ehemaligen Kollegen hat daraufhin seine eigene Organisation gegründet und offiziell registriert und Ipso freut sich auf die enge Zusammenarbeit mit „Paix dans la tête“.