Förderung von Frieden und Stabilität in Afghanistan durch kulturellen Dialog und psychosoziale Unterstützung

  • Gefördert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes Deutschlands

CFWs_in_Fields_10Das Ziel des Projektes ist es, die afghanischen Zivilgesellschaft durch Förderung sozialer und kultureller Reflexion, Kompetenz und Selbstwirksamkeit als wichtige Schritte in Richtung Frieden und Versöhnung zu stabilisieren. Das Projekt baut auf Leistungen der Projekte « Psychische Gesundheit im Norden Afghanistans » und « Psychische Gesundheits-Ausbildung in allen afghanischen Provinzen » auf und integriert die in diesen Projekten gewonnenen Erkenntnisse. Es zielt darauf ab, weiterhin zu einer friedlichen und stabilen Zivilgesellschaft durch die Ausübung von Tätigkeiten, die die afghanische kulturelle und soziale Identität stärken, beizutragen und initiiert den Dialog zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, Altersgruppen und Geschlechtern. Das Projekt zielt darüberhinaus darauf ab, die soziale Verantwortung auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene und durch soziokulturelle Aktivitäten zu fördern, und hat eine psychosoziale und soziokulturelle Komponente.

CFWs_in_Fields_a_10Einfacher Zugang zu psychosozialer Unterstützung ist das Leitprinzip für die psychosoziale Komponente auf Gemeindeebene, die durch Gesundheitshelfer angeboten werden. Professionelle Beratung auf Basis von Best Practices wird durch psychosoziale Berater im öffentlichen Gesundheitssystem (BPHS und EPHS) gewährleistet.

Die sozio-kulturelle Komponente dieses Projekts zielt darauf ab, kulturelle Reflexion und Ausdruck zu fördern und sozio-kulturelle Aktivitäten zu erleichtern, die den Dialog zwischen Geschlechtern und unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen initiieren. Die Idee ist es, polarisierende Feindbilder zu demontieren, die durch Kommunikation und Neugier ersetzt werden können, um eine gemeinsame Basis für kulturelle und soziale Identität zu schaffen.

DSCN9796_10« Wer bin ich heute als Afghane in Afghanistan? » Das ist eine wichtige Frage für dieses Projekt und wird immer und immer wieder gestellt. Die Frage geht Hand in Hand mit der Reflexion über die eigenen Möglichkeiten und Zuständigkeiten, um zu einer friedlichen afghanischen Zivilgesellschaft und der Erforschung der kulturellen Werte und einem sich rasch verändernden sozialen Umfeld, wie wir sie heute in vielen Regionen Afghanistans beobachten, beizutragen. Die Projektidee basiert auf der Erkenntnis, dass die Förderung der kulturellen Exploration durch symbolischen Ausdruck einen wichtigen Aspekt der Wiederherstellung des sozialen Zusammenhalts bildet und Konflikte in Familien und Gemeinschaften, die auf sozialen, durch den modernen Lebensstil ausgedrückten Werte im Wettbewerb mit traditionellen basieren, mildert. Dies soll durch die Bereitstellung von Raum für kulturellen Ausdruck, wie Kalligraphie, persönliche Erzählungen, Poesie,  Musik und Dialog zwischen den Generationen erreicht werden. Container, die als Kulturzentren dienen, wurden in Kabul, Herat, Bamiyan, Mazar-e-Sharif, Faizabad und Nangahar bereitgestellt, um diese Diskussionen und Aktivitäten zu ermöglichen.

Dokumentationen der Projektaktivitäten stehen online zur Verfügung:

http://ipso-cc-afghanistan.org/

Download des Ausstellungskatalogs: Hier klicken