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November 14, 2023
IPSO hilft Armenien nach der Militäroffensive von Aserbaidschan in Berg-Karabach mit Kapazitätsaufbau für psychosoziale Unterstützung

Der Konflikt um das Gebiet Bergkarabach, auch Nagorno-Karabach (russisch) oder Arzach (armenisch), ist ein ethno-territorialer Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan. Seine Ursprünge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion kam es zu einem erbitterten Krieg (1992-1994), der zu massenhafter Flucht und Vertreibung führte. ‚Eingefroren‘ überdauerte der Konflikt, bis er Anfang der 20er Jahre erneut aufflammte. Seit dem 12.12.2022 wurde der Latschin-Korridor – die einzige Verbindungsstraße zwischen Bergkarabach und Armenien an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze blockiert – mit katastrophalen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

Es wurden 130.000 Armenier:innen in Bergkarabach von grundlegenden Gütern und Dienstleistungen wie lebensnotwendigen Medikamenten und medizinischer Versorgung abgeschnitten. Die Militäroffensive Aserbaidschans gegen Bergkarabach vom September 2023 führte mit über 100.000 Menschen in weniger als einer Woche zu einem Massenexodus, der die armenischen Behörden und das armenische Gesundheitssytem überfordert und die Weltgemeinschaft zum Handeln auffordert.

Als eine humanitäre Organisation, die sich auf die psychische Gesundheit spezialisiert und in äußerst herausfordernden ressourcenarmen Konfliktgebieten ihre Methode psychosozialer Unterstützung – Value Based Counseling (VBC) – entwickelt hat, sehen wir uns sowohl verpflichtet als auch in der Lage, hier zu helfen.

Die Beratung wird stationär und mobil sowie virtuell über unsere Online-Plattform angeboten werden. Dazu werden wir ab Beginn 2024 russisch-armenische Psycholog:innen und Sozialarbeiter:innen vor Ort in VBC weiterbilden.

 

 

 

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